Fitnesskursus für »Made in Germany«

Paderborner Bildungsdienstleister GECC ebnet deutschen High-Tech-Produkten weltweit Marktzugang

Von Rüdiger Kache, Westfalenblatt vom 08.12.2010

Paderborn (WV). Die ganze Welt beneidet Deutschland um das einzigartige duale Ausbildungssystem im Handwerk. Doch wenn deutsche Unternehmen High-Tech-Produkte im Ausland verkaufen wollen, stoßen sie oft an Grenzen: Kaum jemand kann dort komplexe Technik montieren oder reparieren. Ein Paderborner Bildungsdienstleister macht jetzt Chinesen, Osteuropäer oder Afrikaner fit für »Made in Germany«.
Johannes Freise (59) ist Geschäftsführer des German Energy Center & College« (GECC) mit Sitz am Frankfurter Weg in Paderborn. Hier werden die Ideen geboren, mit denen deutsche Partnerunternehmen sich den Zugang zu den größten Zukunftsmärkten sichern wollen. Und weil deutsche Kardinaltugenden, wie Fleiß, Zuverlässigkeit, Qualitätsbewusstsein und Pünktlichkeit, gerade in China einen hohen Stellenwert haben, knüpft das GECC dort Netzwerke mit Universitäten, großen Baugesellschaften und Kommunen, um ihnen diese Tugenden zu vermitteln.
Johannes Freise: »Viele deutsche Unternehmen möchten den Markt erkunden, scheuen sich aber aus Kostengründen, gleich mit hohem Personalaufwand einzusteigen. Hier bieten wir eine Kooperation und Kombination, die einzigartig ist: Wir haben ein Aus- und Weiterbildungspaket geschnürt, das Studenten und Ingenieure, aber auch chinesische Handwerker zu Spezialisten für energieeffizientes Bauen und im Umgang mit modernster Technik rund um Haus und Wohnen macht.« Am Ende gibt's eine von der Handwerkskammer Aachen erarbeitete und zertifizierte Prüfung bis hin zum Energie-Manager - und natürlich eine Urkunde. Kern ist eine dreimonatige Ausbildung von im Schnitt sechs chinesischen Professoren oder Ingenieuren in Aachen. Dort werden die Grundlagen in Theorie und Praxis vermittelt, damit die Absolventen dann in China weitere Ingenieure und Studenten ausbilden können. Auch dafür gibt es eine gründliche deutsche Prüfungsordnung und Zertifikate.
Mehr als 40 deutsche Firmen vertrauen auf dieses GECC-Modell und stellen vor Ort in China Know-how und modernstes Ausbildungs- und Anschauungsmaterial zur Verfügung, wie Wärmepumpen, Lüftungsanlagen oder Dämmstoffe.
Rechtzeitig zur Weltausstellung wurde in Shanghai auch das erste German Center eröffnet, das alle Angebote unter einem Dach vereint. Allein schon wegen der futuristischen Architektur ist das Center ein Blickfang für deutsche Technologie. Freise ist überzeugt davon, dass in den kommenden Jahren rund ein Dutzend dieser Zentren über ganz China verteilt entstehen und damit das Netzwerk komplettieren. Freise: »Ganz abgesehen von der Anwendung deutscher Fertigkeiten, haben chinesische Handwerker und Ingenieure mit der Qualifikation für Energieeffizienz auch beste Voraussetzungen, um für deutsche Unternehmen arbeiten zu können« Ein weiteres Standbein der Aktivitäten, das schon im kommenden Jahr im Kreis Paderborn und darüber hinaus in die Umsetzungsphase geht, ist die enge Zusammenarbeit mit der Türkei. Ein Projekt, das wirtschaftliche Kontakte zwischen deutschen und türkischen Unternehmen knüpfen und den Einstieg in den boomenden Markt am Bosporus ohne Risiken vereinfachen soll. Am 25. Februar ist um 14 Uhr im Paderborner Kreishaus die Auftaktveranstaltung, an der Repräsentanten der deutsch-türkischen Universität in Istanbul, Unternehmer aus beiden Ländern und Politiker teilnehmen.
Ausrichter ist die »Gesellschaft zur Förderung und Begleitung deutsch-türkischer Unternehmenskontakte« (GDTU), deren Vorsitzender Johannes Freise ist. Er kann sich dabei auch auf die deutsch-türkische Gesellschaft Paderborn und ihren Vorsitzenden, den Paderborner Rechtsanwalt und Kommunalpolitiker Wolfgang Weigel und seine wertvollen Kontakte zu türkischen Gruppen stützen. Mit im Boot als Mitglied der deutsch-türkischen Gesellschaft und Gründungsmitglied der GDTU ist auch Landrat Manfred Müller.
»Es geht darum, in der Türkei wie auch in China die Strukturen aufzubauen, um rechtzeitig am Ball zu sein«, fasst Freise das Ziel seiner Bemühungen zusammen. »Im Prinzip gilt das für alle Länder, in denen deutsche Firmen Marktanteile erobern wollen. Wer zuerst am Ball ist, hat einen wertvollen Wettbewerbsvorteil. Doch gute Bildung und die Unterstützung durch Unternehmen ist die Voraussetzung für den Erfolg.«

 

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